Notkarspitze

Die Notkarspitze von Süden aus gesehen (vom Gipfel des Kramer); der blau gestrichelte Weg zeigt den oberen Teil des Anstiegs über den Ostrücken.

Steckbrief

Höhe: 1889 m

Ausgangspunkt: Gebührenpflichtiger Parkplatz (880 m) östlich von Ettal oberhalb der ersten Kehre der Straße nach Oberau.

Charakter des Weges: Unschwierige, aber lange Wanderung über Ochsensitz und Ziegelspitz auf dem langen Ostrücken der Notkarspitze; Trittsicherheit erforderlich.

Höhenmeter: 1080 Hm inkl. zweier kleiner Gegenanstiege zwischen Ochsensitz und Ziegelspitz (25 Hm) und zwischen Ziegelspitz und Notkarspitze (45 Hm)

Dauer: Aufstieg 2:45 h, Abstieg 2:15 h

Schwierigkeit: W2-3

Quellen: keine

Einkehrmöglichkeiten: keine

Gesehen von den Nachbarbergen

Von Norden (Ettaler Manndl)
Von Osten (Kareck)
Von Süden (Kramer)
Von Nordwesten (Teufelstättkopf)

Wegbeschreibung

Aufstieg: Der unschwierige Weg hinauf zur Notkarspitze entlang des langen Rückens von Ochsensitz und Ziegelspitz ist gut beschildert und markiert. Die Wanderung kann auch zu einer abwechslungsreichen Rundtour kombiniert werden. An dieser Stelle ist der Aufstieg über Ochsensitz und Ziegelspitz beschrieben. Im Aufstieg sind 1080 Hm inklusive einiger kleinerer Gegenanstiege zu bewältigen, die nicht unterschätzt werden sollten. 

Direkt am Parkplatz folgen wir dem Forstweg einige Meter auf den Berg zu und biegen an der nächsten Weggabelung nach links ab. Nach kurzer Wegstrecke erreichen wir eine Kehre. Wenn wir im Abstieg den Weg durch das Tal des Gießenbachs hinabgehen, werden wir auch wieder diese Stelle erreichen. Nun zweigen wir aber laut Beschilderung in der Kehre vom Forstweg ab und wechseln auf einen schönen Bergpfad, der den gesamten Ostrücken hinauf zur Notkarspitze führt. Im Wald ist es im Sommer angenehm schattig. Bald weichen die Buchen einem wenig schönen Fichtenwald. In angenehmer Steigung queren wir auch lichtere Stellen und werden nach einiger Zeit von schönen Ausblicken auf das Graswangtal und Oberammergau belohnt. Am Rand einer kleinen Lichtung können wir uns setzen und den Blick auf Ettal genießen. Wer nicht allzu viel Zeit mitbringt, sollte aber nicht zu sehr trödeln, denn wir haben noch nicht einmal die Hälfte des Weges hinter uns. Über die besagte Lichtung steigen wir weiter und erreichen bald die Gipfelkuppe des Ochsensitzes. Die Aussicht von hier ist schon sehr lohnenswert. Weiter des Weges erblicken wir den latschenbewachsenen Hang des Ziegelspitzes. Diesen Hang geht es etwas steiler hinauf. Oben angelangt sind wir bereits auf über 1700 m. Im Westen ist  erstmals die Notkarspitze zu sehen. Die restliche Wegstrecke ist nicht zu unterschätzen: Zwischen den Latschen kann es sehr warm werden und außerdem sind noch zwei Gegenanstiege von insgesamt 70 Hm zu bewältigen. Der Schlussanstieg wartet dann mit etwas felsigem Untergrund auf. Die Aussicht wird immer weiter und schließlich ist das Gipfelkreuz zum Greifen nahe.

Gipfel: Sehr viel Platz für eine geruhsame Rast. Im Osten der Ammergauer Alpen ragt die Notkarspitze als einer der höheren Gipfel heraus. Wunderbar ist der Blick auf Graswang-, Ammer- und Loisachtal, auf das Voralpenland, auf Garmisch-Partenkirchen und das nahe Ester-, und das fernere Karwendel- und Wettersteingebirge. Bei guter Fernsicht sind auch einige Gipfel der Zillertaler Alpen und der Samnaungruppe zu erkennen.

Abstieg: Auf dem oben beschriebenen Weg wieder zurück oder aber Kombination zu einer Rundtour:

Rundtour: Zwei weitere Wege bieten sich für eine Rundtour an:

  • Abstieg durch die Nordseite der Notkarspitze (DAV-Karte Weg 262): Dieser Weg ist steil und bei Nässe wegen der hohen Rutschgefahr nicht ungefährlich. Nur für trittsichere Bergwanderer geeignet.
  • Südwestseitiger Abstieg in die Scharte (1600 m) zwischen Notkarspitze und Brünstelskopf; von der Scharte nach Osten auf DAV-Weg 265 zur unbewirtschafteten Roßalm-Diensthütte. Kurz unterhalb dieser Hütte nach links abzweigen (Wegnummer 265 und S1123) und nach weiteren 20-25 Minuten wieder nach links direkt hinunter zum Gießenbach abzweigen. Diesem Weg Richtung Talausgang folgen. Schließlich geht er in eine Forststraße über und führt uns nach Ettal.

Die Wegbeschreibung für den oben beschriebenen Aufstieg kann hier heruntergeladen werden.

Gipfelaussichten

Loisachtal
Oberammergau
Gipfelkreuz
Gipfelkreuz
Garmisch-Partenkirchen
Laber und Hörnle
Zugspitze
Hochplatte

Karwendelblick

Notkarspitze Panorama Fiebig

In weiter Ferne die Samnaungruppe

Zur Samnaungruppe an der österreich-schweizer Grenze gehören mit der höchsten Erhebung der Muttler (3294 m) sowie Piz Mundin (3146 m) und Furgler (3004 m). Der Piz Sesvenna, den wir hier zwischen Ehrwalder Sonnenspitze und Wannig sehen, liegt im Engadin nahe der italienischen Grenze und ist 3204 m hoch.

Im Abstieg: Blick vom Ziegelspitz

Ein Hauch Abendrot
Nach Sonnenuntergang
Zugspitze
Wannig

Gipfelpanorama

Ein beschriftetes 360°-Gipfelpanorama ist in meiner Faltblattsammlung und im Buch "Münchner Hausberge im Panorama" erschienen.