P.2526 - Unbenannter Gipfel

Ein formschöner Gipfel der Karwendelhauptkette, der nur selten begangen wird.

Steckbrief

Höhe: 2526 m

Ausgangspunkt: Gebührenpflichtiger Parkplatz Karwendeltäler in Scharnitz (960 m)

Charakter des Weges: Leichte Anfahrt mit dem MTB von Scharnitz durch das Hinterautal zur Kastenalm und von dort ein wenig steiler und holpriger ins Roßloch / zum Moserkarbach. Von hier zu Fuß auf meist unschwierigen, jedoch oft unscheinbaren Bergpfaden weiter; anfangs durch Latschengelände, später durch Schrofen; sehr sonnig (im Sommer kann es sehr heiß werden); viel Wasser mitnehmen! Keine Markierungen und keine Beschilderung; Trittsicherheit und sehr gute Orientierungsfähigkeit notwendig; nur bei besten Wetterverhältnissen zu empfehlen. Gleicher Weg zurück.

Höhenmeter: ca 1600 Hm (ca. 1300 Hm ab Moserkarbach)

Dauer: Von Scharnitz mit dem MTB in ca. 1:30 h zum Moserkarbach. Von dort im Aufstieg 3:00 h bis 4:00 h, im Abstieg 2:30 bis 3:00 h.

Schwierigkeit: WF3

Wasserversorgung: Quelle im Moserkar

Einkehrmöglichkeiten: Kastenalm

Am Gipfel

Das 2. Gipfelkreuz.
Holzkreuz
Gipfelbuch
Gipfelbuchkasten

Wegbeschreibung

Von Scharnitz mit dem MTB ins Hinterautal: Eine eintägige Besteigung des P.2526 zu Fuß ab Scharnitz ist auf Grund des langen Zustiegs durch das Hinterautal fast nicht machbar, da die Gehzeit für Hin- und Rückweg etwa 14 Stunden beträgt. Wir nehmen also das MTB und fahren gemütlich in das schöne Hinterautal hinein und am Isarursprung vorbei, wir lassen die Kastenalm rechts liegen und fahren 1,8 km in das Roßloch, bis wir den Moserkarbach erreichen. Hier stellen wir unser Rad ab.

Aufstieg: Bereits im Roßloch - am breiten Bachbett des Moserkarbaches - erblicken wir unser Tagesziel. Der Bach zwängt sich hier durch eine enge Schlucht aus dem Unteren Moserkar heraus; über dieser Schlucht erblicken wir den P.2526 und rechts davon die Moserkarspitze. Wir queren das breite Bett (und den Bach) und halten auf die linke Seite der Schlucht zu. Die nachfolgenden Bilder beschreiben den Weg am besten. Ein schmaler Bergpfad führt in das Untere Moserkar hinein. Wir erreichen nach einer halben Stunde den Abzweig zum Kühkar; queren an dieser Stelle den Moserkarbach und steigen in das Obere Moserkar. Der Weg führt durch Latschen und in einem großen Bogen auf die Westseite des Kars. Hier folgen wir einer Latschengasse ein kurzes Stück in Richtung Rauhkarl und halten uns bald wieder rechts (in östlicher Richtung), um begleitet von Steinmandln unterhalb des Südrückens des P.2526 in das Moserkar zu queren. Von weitem sehen wir bereits den braunen Streifen, den das frische Quellwasser im Fels hinterlassen hat und halten darauf zu. Nach dieser Quelle steigen wir im Moserkar weiter hoch, halten uns aber bald links und gelangen auf den Südrücken des P.2526. Jetzt geht es konsequent den Grat hinauf und unschwierig auf den Gipfel.

Das Gipfelpanorama wird von den großen Nachbarn, den Sonnenspitzen im Osten und der Kaltwasserkarspitze im Westen beherrscht. Die Landschaft ist beeindruckend. Im Norden stürzen die Felswände steil in den Kleinen Ahornboden ab. Der Gipfel ist stark zerklüftet, es ist nicht allzu viel Platz, aber man wird wohl eh ziemlich alleine hier oben sein.

Abstieg: Entweder wir gehen den gleichen Weg zurück, den man sich im Aufstieg gut einprägen sollte, oder man steigt als Variante vom Südrücken nach Westen ab - auf etwa auf der Höhe, auf der wir von der anderen Seite, vom Moserkar, den Südrücken erreicht haben. Eine gut sichtbare Spur weist den ersten Teil des Weges, dann geht es weitgehend weglos über Gletscherschliff, Wiesen und Geröll, und auf etwa 1700 Meter Höhe gelangen wir wieder auf den vom Aufstieg bekannten Bergpfad. Sehr gute Orientierungsfähigkeiten sind absolut notwendig!

Im Oberen Moserkar

Gipfelaussichten

Kaltwasserkarspitze
Kuhkopf
Falkenhütte
Nordwände

360-Grad-Panorama