Sonnjoch

Das Sonnjoch von Südwesten - von oberhalb des Gramaisattels aus - gesehen. Dieser formschöne Berg ist auf relativ unschwierigem Weg zu bestiegen.

Steckbrief

Höhe: 2457 m

Ausgangspunkt: Falzthurntal: Parkplatz an der Gramaialm (1263 m) für den Normalweg oder am Eingang zum Bärental (1180 m) für die Überschreitung.

Charakter des Weges: Normalweg (über den Gramaialm-Hochleger): anspruchsvollerer Wanderweg, für den Trittsicherheit notwendig ist; Nordanstieg über den Bärenlahnersattel: deutlich schwieriger, im oberen Teil Felsschrofen, keine Sicherungen, hohes Maß an Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich.

Höhenmeter: 1195 Hm auf dem Normalweg; 1290 Hm für den Anstieg über den Bärenlahnersattel.

Dauer: Normalweg: Aufstieg 2:45 h, Abstieg 2:15 h; Nordanstieg: Aufstieg 3:30 h; Abstieg 2:45 h.

Schwierigkeit: W2-3 auf dem Normalweg; W2-3 und F3-4 für den Nordanstieg

Wasserversorgung: Gramaialm-Hochleger (1756 m); Quelle im Bärental auf 1450 m

Einkehrmöglichkeiten: Gramaialm-Hochleger (1756 m)

Ansichten des Berges

Vom Hahnkampl
Von der Rappenspitze
Von der Schaufelspitze

Am Gipfel

Gipfelbuchkasten
Gipfelbuch
Wer kann es entziffern?
Gipfelkreuz

Gipfelaussichten

Falzthurntal und Achensee
Hochnissl
Hohe Tauern
Lamsenspitze
Rappenspitze
Schaufelspitze

Wegbeschreibung Überschreitung des Sonnjochs

Ausgangspunkt: Falzthurntal: Für die Überschreitung parkt man entweder am Eingang zum Bärental (1180 m) oder an der Gramaialm (1263 m). Die beiden Parkplätze liegen 1,7 km auseinander.

Aufstieg über den Bärenlahnersattel: Der schmale Bergpfad ist bestens markiert. Dennoch achte man darauf, nach dem ersten kurzen und noch flachen Wegstück in das Bärental hinein auf keinen Fall im Bett des Gebirgsbaches weiterzugehen, sondern den Markierungen folgend rechts den Hang hinauf zu steigen. Der Weg führt anfangs noch durch etwas Wald, doch bald öffnet sich das Gelände. Auf etwa 1450 m passieren wir eine Quelle. Danach berühren wir ein Geröllfeld und folgen den Wegmarkierungen in zahlreichen Kehren hinauf. Weiterhin unschwierig geht es nun zügig dem Bärenlahnersattel entgegen. Dort angekommen, werden wir mit einem Blick in das Rißtal beschenkt und sollten uns eine Rast gönnen. Am Bärenlahnersattel knickt unser Weg nach links ab, dem Felsaufbau des Sonnjochs entgegen. Es wird luftiger und steiler, anfangs geht es noch über grasiges Gelände, bald aber über etwas Geröll und Schrofen. Es folgt ein kurzer Abstieg zu einer Geröllrampe, die wir eher mühsam - am besten direkt an der Felswand mit Unterstützung der Hände - hinaufsteigen. Die Felswand zu unserer Linken endet mit einer eindrucksvoll geformten Felsnadel. An dieser Stelle haben wir den felsigen Aufbau des Sonnjochs erreicht. Über Schrofen steigen wir nun ostseitig des Nordgrates hinauf. Wir werden häufiger die Hände zu Hilfe nehmen. Das Gelände ist aber nie extrem ausgesetzt. Die Wegmarkierungen im Fels sind zahlreich, wir sollten sie aber nicht aus den Augen verlieren. Kurz unterhalb des Gipfels erreichen wir den Ostgrat, der den Blick nach Süden öffnet, und steigen unschwierig die letzten Höhenmeter zum Gipfelkreuz.

Das Sonnjoch bietet ein beeindruckendes Gipfelpanorama! Wir sehen vom östlichen Rand des Karwendelgebirges hinein auf die Karwendelhauptkette und die Falkengruppe und blicken im Nordwesten und Norden auf die Berge des Vorkarwendels und auf die recht niedrig und zahm wirkenden Bayerischen Voralpen. Das Rofangebirge erhebt sich über dem Achensee, dahinter spitzeln in weiter Ferne das Kaisergebirge und einzelne Gipfel der Berchtesgadener Alpen hervor. Den Alpenhauptkamm können wir bei guter Fernsicht von den Hohen Tauern bis zu den Zillertaler Alpen einsehen. Wir haben viel Platz im Gipfelbereich, um die Gipfelrast und Aussicht zu genießen.

Abstieg über den Normalweg: Wir überschreiten den Gipfelgrat nach Westen und erblicken bald im Südwesten die weitere Wegführung bis hinab in die grüne Senke des Gramaialm-Hochlegers. In einigen Kehren geht es zunächst noch auf Fels und später auf etwas gerölligerem Untergrund relativ unschwierig hinab. Auf ca. 2200 bis 2100 m touchieren wir beeindruckende Felsabbrüche zu unserer Linken. Ziemlich genau auf 2000 m beginnt der Latschengürtel, und wir erreichen bald den grasigen Gramaisattel und schließlich den Gramaialm-Hochleger. Die Wegabzweigungen sind beschildert und weisen uns auf einem guten Bergweg hinab zum Gramaier Grund am oberen Ende des Falzthurntals und zum Gramaialm-Niederleger. Auf der Asphaltstraße geht es vom Alpengasthof in etwa 20 min hinab zum Parkplatz am Eingang zum Bärental.

Die nebenan gezeigten Bilder geben einige Eindrücke der Überschreitung wider.

Die Wegbeschreibung kann hier heruntergeladen werden.

Nordanstieg von der Schaufelspitze aus gesehen

Gipfelpanorama

Ein beschriftetes 360°-Gipfelpanorama ist in meiner Faltblattsammlung sowie im Buch "Münchner Hausberge im Panorama" erschienen.