Speckkarspitze

Speckkarspitze vom Lafatscher Joch aus gesehen

Steckbrief

Höhe: 2621 m

Ausgangspunkt: Parkplatz Bettelwurfsiedlung am Eingang zum Halltal (ca. 800 m), Parkplatz Karwendeltäler in Scharnitz (975 m) oder Halleranger Haus (1768 m).

Charakter des Weges: Von Hall bzw. Scharnitz relativ langer Zustieg bis zum Lafatscher Joch. Durch den Nordwestkamm der Speckkarspitze verläuft ein markierter Steig (W3), der an mehreren Stellen mit Drahtseilen gesichert ist. Der Anstieg am Südwestgrat entlang ist deutlich schwieriger (I) und eine zum Teil luftige Gratkraxelei ohne Sicherungen; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind absolut erforderlich.

Höhenmeter: 1830 Hm ab Hall,  1650 Hm ab Scharnitz; 955 Hm ab Hallerangerhaus.

Dauer: Ab Hallerangerhaus: 2:30 h im Aufstieg; 2:00 h im Abstieg

Schwierigkeit: W3 (NW-Kamm), F4 (SW-Grat)

Wasserversorgung: Im Halltal etliche Brunnen, Ab Hallerangerhaus keine Quellen 

Einkehrmöglichkeiten: Auf den Anstiegswegen: u.a. Kastenalm, Hallerangerhaus, Hallerangeralm.

Am Gipfel

Gipfelbuchkasten
Gipfelbereich
Gipfelbuch
Bodenpunkt

Wegbeschreibung ab Hallerangerhaus

Nordwestkamm: Vom Hallerangerhaus aus führt der unschwierige Wanderweg Nr. 224 in Richtung Lafatscher Joch: Er quert zunächst unterhalb der nahezu senkrechten Schnittlwände und führt in eine Geröllrinne, die wir ein kurzes Stück hinaufsteigen. Wir halten uns aber bald rechts, der Weg wird breiter und schließlich gelangen wir hinauf zum nördlichen Jochkreuz. Etwa 50 Meter dahinter weist ein Schild den Abzweig nach links (nach Osten) in den Nordwestkamm der Speckkarspitze. Ein gut markierter Bergweg erwartet uns, der zunächst an das Kar heranführt, das über uns zwischen Nordwest- und Südwestgrat liegt. Wir gehen aber nicht weit in dieses Kar hinein, sondern rücken in etlichen Serpentinen immer näher an den Nordwestgrat heran, ohne ihn aber wirklich zu erreichen. Der Weg wird nun felsiger und wartet mit Drahtseilsicherungen auf, die an dieser Stelle nicht jeder brauchen wird, da das Gelände nicht sonderlich ausgesetzt ist. Wir sollten aber aufmerksam den Markierungen folgen, denn schnell steigt man einer unbrauchbaren Spur nach. Nun gelangen wir in den Gipfelbereich. Hier warten ein paar kleine Rinnen und Felsstufen auf uns, die mit Drahtseilen versichert sind. Stark ausgesetzt ist auch dieser letzte Teil des Weges nicht, doch sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unerlässlich. Der Gipfel ist nun bald erreicht. Im Herbst liegt nahezu der gesamte Aufstieg bis weit in den Vormittag hinein im Schatten.

Südwestgrat: Deutlich anspruchsvoller und abwechslungsreicher ist der Aufstieg über den Südwestgrat. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind absolute Voraussetzungen für diesen Weg mit Kraxelstellen und luftigeren Passagen. Drahtseile gibt es keine, rote Markierungen dagegen zur Genüge. Wir beginnen diesen Aufstieg am Lafatscher Joch. Die ersten 300 Hm geht es über Geröll und grasdurchsetztes Gelände. Dann stellt sich ein Felsriegel in den Weg, der die vielleicht größte Herausforderung darstellt. Die kurze Felskletterei (I) bringt uns wieder in leichteres Gelände, doch bald folgen ausgesetzte Passagen am Grat, ein zu übersteigendes Felsköpferl und weitere leichte Gratklettereien. Den Gipfel sehen wir erst recht spät und erreichen ihn hoffentlich wohlgelaunt.

Gipfel: Der Gipfelbereich ist erstaunlich flach, so dass alle Wanderer ein Plätzchen finden werden, obwohl die Speckkarspitze recht beliebt ist. Die Aussicht ist grandios: Im Norden reihen sich die Gipfel des Karwendelhauptkammes aneinander und im Süden blicken wir auf die Hohen Tauern und Zillertaler Alpen. Sehr eindrucksvoll ist auch der Blick nach Osten entlang des Grates hinüber zum Kleinen Bettelwurf und über die dahinterliegenden Felsstufen hinauf zum Großen Bettelwurf. Links von ihm geht es steil hinunter ins Vomper Loch und auf der anderen Seite fast ebenso steil wieder nach oben zum Hochnissl. Zwischen ihm und dem Großen Bettelwurf ist am Horizont an klaren Tagen der Hochkönig zu sehen.

Abstieg: Die Besteigung der Speckkarspitze kann zu einer schönen Rundtour kombiniert werden. Die sonnigste Variante gerade im Herbst besteht darin, den Südwestgrat hinaufzugehen und im Nordwestkamm abzusteigen. Wer vom Hallerangerhaus heraufkommt, mag aber eher in umgekehrter Richtung gehen.Man sei sich gut über seine eigenen Fähigkeiten und die Schwierigkeiten des Südwestgrates bewusst, dessen Schlüsselstelle erst weit unten folgt und im Abstieg noch einen Tick schwerer ist als bergauf. Wer früh am Tag unterwegs ist, kann die Gratkletterei auch antesten, gegebenenfalls umkehren und in den Nordwestkamm wechseln.

Die Wegbeschreibung kann hier heruntergeladen werden.

Gesehen vom Lafatscher Joch

Gesehen vom Reps

Reps Speckkarspitze Fiebig

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