Westliche Karwendelspitze

Blick von der Nördlichen Linderspitze

Steckbrief

Höhe: 2385 m

Ausgangspunkt: Parkplatz Talstation der Karwendelbahn (933 m).

Charakter des Weges: Bis zur Mittenwalder Hütte (1518 m) ein leichter Bergweg, der danach in abschüssiges Schrofengelände übergeht (teilweise Sicherungen). Dier Schlussanstieg führt ebenfalls über Schrofen und ist mit Drahtseilen gesichert. Alternativer Aufstiegsweg durch das Dammkar. Dieser relativ unschwierige Weg wird oft im Abstieg genommen.

Höhenmeter: 1450 Hm

Dauer: Aufstieg 3:00 h, Abstieg 2:30 h

Schwierigkeit: W3, F3

Wasserversorgung: Mittenwalder Hütte, Bergstation der Karwendelbahn

Einkehrmöglichkeiten: Mittenwalder Hütte, Bergstation der Karwendelbahn

Gipfelaussichten

Mit dem Fernrohr gesehen
Lüsener Fernerkogel
Zugspitze
Wank und Notkarspitze
Nördliche Linderspitze
Zugspitze
Mittenwald
Jochberg

Bis zu den Dolomiten

Dolomiten im Blick
Südtiroler Gipfel spitzeln hervor
Mieminger Kette
Stubaier Alpen

Wegbeschreibung

Aufstieg ab Talstation der Karwendelbahn: Bis zur Mittenwalder Hütte (1518 m) führt ein unschwieriger Bergweg. Danach geht er in einen schmalen Pfad in abschüssigem Schrofengelände über. Zahlreiche Drahtseilsicherungen begleiten uns. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich.

Aufstieg ab Bergstation der Karwendelbahn: Die wenigen Meter hinauf zur Westlichen Karwendelspitze kann man in 20 min zurücklegen. Der Wegverlauf ist auf einem der unten gezeigten Bilder markiert. Doch ohne Bergschuhe und ohne Trittsicherheit sollte man sich eher nicht daran versuchen. Auf den letzten 50 Höhenmetern begleitet uns zwar ein Drahtseil, doch das allein macht aus einem unsicheren Geher noch keinen Bergsteiger. So manchem Besucher dieser schönen Bergwelt rate ich daher alternativ zum Besuch der Nördlichen Linderspitze. 

Gipfel: Mag der Aufstieg zur Westlichen Karwendelspitze schon nicht allzu leicht sein, so besteht doch die größte Gefahr in der Suche nach einem freien Platz auf dem Gipfel. Sehr eng geht es hier oben zu. Glücklicherweise ist die Ostseite mit einer Art Geländer geschützt; doch ein leichter Stolperer kann auch schnell zu einem ungewollten Sturz die Nord- oder Westseite hinab führen. Vorsicht ist also dringend angebracht.

Die umliegende Bergwelt ist grandios. Die grüne Hügellandschaft zwischen Mittenwald, Krün und Garmisch mit seinen vielen Seen liegt im Nordwesten. Fantastisch ist der Blick in das Karwendeltal und an der nördlichen Karwendelkette entlang. Im Süden reihen sich die Gipfel von Hohen Tauern, Zillertaler und Stubaier Alpen aneinander. Im Westen blicken wir auf die Mieminger Kette und das Wettersteingebirge.

Abstieg nach Mittenwald: Gleicher Weg zurück zur Bergstation und von dort durch einen beleuchteten Felstunnel hinüber ins Dammkar. Ein relativ unschwieriger Weg führt über das viele Geröll des Dammkars hinunter zur Dammkarhütte. Von dort geht es auf unschwierigem Bergweg weiter bergab und schließlich auf einer Forststraße zurück zum Parkplatz an der Talstation der Karwendelbahn.

Wegalternativen: Der Abstieg auf dem Heinrich-Noe-Steig (Beginn östlich knapp unterhalb der Nördlichen Linderspitze) über die Brunnsteinhütte erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Der Steig ist wunderschön angelegt. Er führt durch steile Hänge und sollte nicht unterschätzt werden. Eine weitere interessante Alternative ist der Mittenwalder Höhenweg, den ich an anderer Stelle noch ausführlicher beschreibe. Dieser Weg erfordert eine Klettersteigausrüstung. Er beginnt an der Nördlichen Linderspitze und führt über mehrere Gipfel zum Brunntalanger. Bis hierher ist man 2:30 h bis 4:00 h unterwegs. Über die Brunnsteinhütte geht es in weiteren 2:30 h zurück nach Mittenwald.

Von der Bahn zum Gipfel
Das finale Wegstück
Die letzten Meter im Rückblick
Noch wenige Schritte
Wenig Platz ist am Gipfel
Gipfel von Süden aus gesehen

Gipfelpanorama

Westliche Karwendelspitze Panorama Fiebig

Ein beschriftetes 360°-Gipfelpanorama ist in meiner Faltblattsammlung, im Buch "Münchner Hausberge im Panorama" und in den Faltblattsammlungen "Münchner Hausberge - Sämtliche Aussichtsberge mit Bergbahnen" sowie "Münchner Hausberge - Die schönsten Aussichtsberge" erschienen.